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Schulprofil

Besondere Projekte und Präsentationen

Im Rahmen des Unterrichts werden immer wieder einzelne Themen in kreativen Projekten vertieft. Hier gibt es einen kleinen Einblick: 

Playmobil-Film zur Geschichte von Reutlingen

Reutlingen und die Reformation: Während der Projektwoche zum Tag der offenen Tür haben wir mit Playmobil-Figuren einen kleinen Film über die Vorreiterrolle Reutlingens während der Reformationszeit gedreht. Ein Hoch auf Mia, Max, Hanna, Johanna, Moritz und Marina – so macht (Kirchen)Geschichte Spaß!

Spurensuche zur Reformation

In unserer Projektwoche waren die Schülerinnen und Schüler auf einem spannenden Prozess, die Spuren der Reformation in und um Reutlingen zu finden. Nach einem leckeren, gemeinsamen Frühstück begaben wir uns auf den Weg in die Reutlinger Innenstadt. Dort bekamen wir eine umfangreiche Führung durch die Marienkirche. Das Projektergebnis wird beim Tag der offenen Tür vorgestellt, so dass auch die Besucherinnen und Besucher eine unvergessliche Reise erleben können.

Film ab im "Kino Kreuzeiche"

Freitagmorgen um 8.30 Uhr an der Evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik: Wer geht schon so früh ins Kino? 50 Schülerinnen und Schüler des Berufskollegs starteten tatsächlich mit einem Kinofilm in den Schultag. Anlass war der Safer Internet Day, der alljährlich Anfang Februar mit verschiedenen Aktionen zum Thema Sicherheit im Internet stattfindet. Gezeigt wurde "Disconnect" – ein US-amerikanischer Spielfilm aus dem Jahr 2012. Im Mittelpunkt steht eine von Onlinemedien geprägte Leistungsgesellschaft. Der Film wirft einen aktuellen und realistischen Blick auf das Leben und auf zwischenmenschliche Beziehungen im Social-media-Zeitalter. Es geht um gestörte Beziehungen, um zerstörtes Vertrauen, um Konzepte von Gemeinschaft und Familie in einer medial geprägten Gesellschaft.

Im Anschluss an den Film begaben sich die Schülerinnen und Schüler auf Themensuche und tauschten sich in Kleingruppen aus: Medienkonsum von Kindern und Jugendlichen, Motive für das Anlegen eines Fake-Accounts, Preisgeben von persönlichen Daten im Internet, frühzeitiges Erkennen und Hilfsmöglichkeiten, Selbstmord in Folge von Cybermobbing. Um diese Themen zu besprechen, haben die angehenden Erzieherinnen und Erzieher nach der Methode „World Café“ an Tischen Platz genommen, deren Tischdecken beschrieben werden durften. „Das Konzept aus Kinofilm am Morgen und anschließendem World Café hat sich bewährt“, so Martin Mohr, Dozent für Medienpädagogik, „es ist immer wieder faszinierend, wie intensiv sich die Schülerinnen und Schüler mit den selbstgewählten Themen auseinandersetzen und welch prunkvoll gestaltete Tischdecken schließlich präsentiert werden können.“ So lässt sich am Ende eines Tages festhalten: bei Cybermobbing nicht die Augen verschließen, aufmerksam sein, aktiv werden und sich zusammen gegenstellen! Für die Arbeit als Erzieherin und Erzieher ist es wichtig, die Persönlichkeit der Kinder zu stärken, die Eltern aufzuklären und Werte und Normen für ein respektvolles Zusammenleben zu vermitteln. Sehenswerte Ergebnisse eines intensiven Tages.

Einblick in den Unterricht: Kognitive Entwicklung

Bergkäse wird aus Bergen gemacht? Im Unterricht erarbeiten wir die verschiedenen Stadien der Entwicklung des kindlichen Denkens.

Montagmorgen im Unterkurs: Als Einstieg in die Unterrichtseinheit gibt es ein „Schoklädle“ zur Motivation (weil bald Nikolaustag ist) und einige Zitate aus dem Buch von Ilka Heinemann (2012) „Ihr seid doch alle Mixer! Die besten Kindersprüche“:

  • Auf dem Tisch liegt eine Packung Bergkäse mit einem Bild von einem Stück Käse mit Trauben drauf. Alba (5): „Warum sind da eigentlich Trauben drauf? Bergkäse wird doch nicht aus Trauben gemacht, oder?“
    Mama: „Nein, aus Trauben nicht.“
    Alba: „Eben, Bergkäse wird ja auch aus Bergen gemacht.“
    (S. 102)
  • Eva (7) studiert einen Filmabspann im Fernsehen. „Mama, warum spielt in jedem Film der „Regie“ mit?“ (ebd, S. 76)
  • Tino (4) glaubt, dass die Menschen nach dem Tod im Himmel auf den Wolken sitzen. „Wenn es regnet, werden die Leute, die gestorben sind, sauber.“ (ebd, S. 99)

Nun tauchen wir in Piagets Theorie der kognitiven Entwicklung ein und versuchen zu verstehen, was Piaget mit Schemata meint. Wir erarbeiten, was mit Adaption durch Assimilation und Akkommodation im Zusammenhang der Äquilibrationstheorie verstanden wird –verdeutlicht mit Hilfe von Linus (Peanuts), der versucht, einen Keks wie ein Brot zu biegen …
Im nächsten Schritt beschäftigen wir uns dann mit den verschiedenen Stadien der Entwicklung des kindlichen Denkens, damit wir verstehen, warum Alba denkt, dass Bergkäse aus Bergen gemacht wird; Eva meint, dass „Regie“ in jedem Film mitspielt und Tino sicher ist, dass die Leute, die gestorben sind, vom Regen sauber werden …

All das tun wir, um Kinder angemessen in ihren Bildungs- und Lernprozessen zu unterstützen.

Während der Praktikumsphase wird der Unterkurs die Erkenntnisse bei der Gestaltung eines Projekts mit Kindern umsetzen - denn wer ein Projekt mit Kindern durchführen will, muss auch verstehen, wie Kinder im jeweiligen Alter denken!

Monika Bernhardt, Dozentin und stv. Schulleiterin

Der Museumsgeist erzählt Geschichten

Unterricht in Museumspädagogik - ganz praktisch: Die Oberkurse waren kürzlich im Spendhaus Reutlingen, ein Museum für Holzschnitt. Welche Geschichten in Bildern stecken, konnten die Schüler und Schülerinnen durch den kleinen Museumsgeist erfahren. Die aktuelle Ausstellung „Cordelistas“ zeigt Holzschnitte Brasilianischer Künstler. Cordelistas sind kleine, gedruckte und mit Kordel zusammengebundene Text-Bild-Hefte, die in Brasilien auf dem Markt verkauft werden. Die Ausstellungsstücke regten uns zum Weiterdenken und Gestalten an. Im Museumskeller haben wir dann eigene Geschichten aus Moosgummi ausgeschnitten und gedruckt. Vielleicht ist dieses Verfahren eine neue Projektidee, die im nächsten Praktikum mit den Kids ausprobiert werden kann.

Unterwegs auf dem Pfullinger Sagenweg

Das Berufskolleg war mit Rhythmik (= Unter-richtsthema Bewegen) und der Religionslehrerin (= Unterrichtsthema Erzählen) auf dem Pfullinger Sagenweg unterwegs. Dort stehen Skulpturen von Sagenfiguren, die ein Pfullinger Künstler mit der Säge aus Baumstämmen herausgearbeitet hat. Die BK-Klasse hat die Pfullinger Sagen bei den Figuren nacherzählt. Dass wir auch noch eine Grundschulklasse getroffen haben, die begeistert zuhörte, war natürlich das Sahnehäubchen!

Sinn trifft Sitzplatz

„Sinn trifft Sitzplatz“ – so heißt die interdisziplinäre Unterrichtseinheit der Fächer Werken und Rhythmik, die die beiden BK-Klassen seit den Pfingstferien genießen. Im großen, verwilderten Schulgarten werden Plätze gestaltet, die sowohl einen Sitzplatz als auch Anregung für die Sinne bieten. In Gruppen wird geplant, Material gesammelt und es werden viele kreative Ideen umgesetzt – alles aus recyceltem Material, soweit möglich.

 

Unterkurs gestaltet "Dschungel-Sporttag"

Für rund 130 Vorschulkinder und Erstklässler gestaltete der Unterkurs einen gemeinsamen Sporttag in der Lichtensteinhalle Unterhausen. Zum Thema "Dschungel" hatten die 58 UK-Schülerinnen und -Schüler zwölf Stationen vorbereitet, an denen die Kinder zahlreiche Abenteuer erleben konnten. Zur Stärkung gab es zwischendurch ein gesundes Frühstück.

Der Reutlinger Generalanzeiger veröffentlichte einen kleinen Bericht zur gelungenen Aktion.

Mit Kindern über Tod und Sterben sprechen

Im Rahmen des Unterrichtes im Fach Religion hat der Oberkurs einen Besuch auf dem Reutlinger Friedhof "Unter-den-Linden" durchgeführt. Diese intensive Erfahrung und persönliche Auseinandersetzung mit dem Ende des Lebens gehört zum Unterrichtsthema "Mit Kindern über Tod und Sterben sprechen". Der Schwerpunkt Religionspädagogik an unserer Fachschule versteht sich als Einübung, religiöse Sprachlosigkeit zu überwinden, Dialogfähigkeit zu schärfen und eigene Glaubenseinstellungen zu benennen. Die angehenden Erzieherinnen und Erzieher sollen darauf vorbereitet werden, Kinder und ihre Familien auch in Krisensituationen hilfreich begleiten zu können - auch bei Krankheit und Tod.

Safer Internet Day

Gespannt sitzen 42 Schülerinnen und Schüler vor der Kinoleinwand im Festsaal der Fachschule. Nach einer kurzen Einführung in den Safer Internet Day 2016 durch den Medienpädagogen Martin Mohr wird das Klassenzimmer zum Kinosaal. Es wird der Film „Chatgeflüster“ gezeigt, in dem es um Cyberstalking geht. Julia hat seit einigen Tagen im Internet die Bekanntschaft des süßen "Max" gemacht und sich prompt in ihn verliebt. Ihre Freunde sehen sie kaum noch, denn zwischen chatten und Lauf-Training bleibt kaum Zeit für ihre Freunde Lukas und Conny. Dann aber will "Max", dass sich Julia vor der Webcam für ihn auszieht. Julia bricht sofort den Kontakt ab, doch wie sich herausstellt, weiß ihre Chat-Bekanntschaft schon viel zu viel von ihr und macht sich hartnäckig und beängstigend an sie heran. Kommissar Meininger wird eingeschaltet und kann in letzter Sekunde verhindern, dass Julia Opfer des Pädophilen wird.

Nach dem Film wird die Methode „World-Café“ mit anschließendem Podium umgesetzt. Die Schülerinnen und Schüler diskutieren miteinander über Schwerpunktthemen, die gemeinsam gesammelt wurden, und ergänzen eigene Erfahrungen. So geht es in diesem Jahr ganz allgemein um den Schutz und das richtige Verhalten im Netz und konkret um den Schutz vor Pädophilen, um Prävention, um Freundschaft im Netz und in der Realität und um die Frage ab welchem Alter diese Themen mit Kindern besprochen werden sollen. Vielfältige Themen zu einer wichtigen Sache: den Schutz im Internet. Und was bleibt nach so einem Tag? „Der Safer Internet Day ist ein wichtiger und zwischenzeitlich bewährter Aktionstag an unserer Schule“, so Medienpädagoge Mohr, „und das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen: Egal ob der Hinweis, sich doch intensiver mit dem eigenen persönlichen Datenschutz beim Internetsurfen zu beschäftigen oder die Tatsache, dass die Medienberatung von Eltern im Erzieherberuf sehr wichtig ist. Es geht darum Kindern die Chance zu geben, die Möglichkeiten der neuen Medien konstruktiv zu nutzen, aber sie gleichzeitig vor den Gefahren zu schützen. Die Schülerinnen und Schüler haben einiges mitgenommen!“

Zieh dich warm an: Naturwoche im Berufskolleg

Die beiden Kurse im Berufskolleg verbrachten im Februar eine Woche lange ihre Unterrichtszeit im Freien. Nach der Montagsandacht wurden beide BK-Klassen folgenden drei Themengruppen zugeteilt:

  • Sagenhafte (Ur-)Welt
  • Lager/-feuer
  • Landart

Einen ausführlichen Bericht über die Naturwoche gibt es im Jahresbrief.