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Der ADHS-Verdacht im Kontext pädagogischer Institutionen: Vortrag am 29. April um 19 Uhr

Einladungskarte als pdf-Datei zum Download.

Termin: Montag, 29. April 2019, 19 Uhr
Ort: Evangelische Fachschule, An der Kreuzeiche 19, 72762 Reutlingen
Referentin: Prof. Nicole Vidal, PH Freiburg

Mittlerweile ist die Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) auch in Deutschland eine der am häufigsten diagnostizierten psychischen Störungen im Kindes- und Jugendalter. Die aktuelle Prävalenzrate liegt bei 5 %. Weniger bekannt ist, dass bei bis zu 85 % der ADHS-Betroffenen mindestens eine weitere psychische Erkrankung diagnostiziert wird.

Eltern werden mit einem ADHS-Verdacht bei ihrem Kind häufig vonseiten der Schule, des Kindergartens oder im Rahmen von sozialpädagogischen Hilfen konfrontiert: Ihr Kind hält sich nicht an Regeln, ist nicht bei der Sache oder sprengt den ganzen Rahmen, sodass sinnvolles pädagogisches Handeln nicht mehr möglich ist. Auf den ersten Blick passen viele der problematischen Verhaltensweisen zu der öffentlichen Berichterstattung über „typische ADHS-Symptome“ – doch auf den zweiten Blick stellt sich die Situation komplizierter dar. Im Vortrag werden Ergebnisse aus einer Elternstudie vorgestellt und kritisch auf den aktuellen Diskussionsstand bezogen.

Der Vortrag wird mit einem musikalischen Beitrag umrahmt. Im Anschluss gibt es die Möglichkeit zu Diskussion und Austausch. Die Veranstaltung findet im Rahmen der Erzieherinnen-Stiftung statt: www.erzieherinnen-stiftung.de

Vita Prof. Vidal

Nicole Vidal ist Professorin für Allgemeine Erziehungswissenschaft an der Pädagogischen Hochschule Freiburg, zuvor war sie Akademische Rätin an der Universität Tübingen und als Vertretungsprofessorin an der Technischen Universität Berlin tätig.