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Schulprofil

Highlights an der Kreuzeiche

Bei uns gibt es immer wieder besondere Aktionen oder wir bekommen Besuch. Anbei einige aktuelle Einblicke:

Augsburger Puppenkiste, Jugendfarm und Biergarten

Ende Juni waren wir, der Unterkurs 1, in Augsburg auf Studienfahrt und sammelten dort viele neue Eindrücke. Übernachtet haben wir in der Juhe, die ganz in der Nähe der Altstadt liegt. Am ersten Tag besuchten wir die „Fuggerei“, Deutschlands älteste Sozialsiedlung. Dort wohnen bedürftige Einwohner Augsburgs und zahlen – man höre und staune – lediglich 0,88 € Jahresmiete! Anschließend lernten wir Augsburg durch die Augen eines Stadtführers kenne.

Am nächsten Tag besuchten wir die Augsburger Puppenkiste, also Urmel aus dem Eis & Co. Das rief bei manchen von uns Kindheitserinnerungen wach. Auf dem Programm standen auch der Besuch des Jugendzentrums „Villa“ und der Youfarm (Kinder- und Jugendfarm) in Augsburg. Das ermöglichte uns einen interessanten Einblick in die außerschulische offene Kinder- und Jugendarbeit.

Zeit für uns hatten wir natürlich auch. Das malerische Augsburg lud geradezu zum Bummeln ein. Ein Highlight war sowohl für uns als auch für die Klassengemeinschaft der gemeinsame Ausflug in den Biergarten, in dem wir den letzten Abend gemütlich ausklingen ließen.
Irini Kazantzidou, Jana Jöcks, und Miriam Schief, Schülerinnen des UK 1

Kinderkulturzentrum, Intensivpädagogische Wohngruppe und ganz viel Bodensee

Der Unterkurs 2 war im Juni in Kreuzlingen am Bodensee auf Studienfahrt. Die Jugendherberge nahe dem Schloss Seeburg war sehr schön und direkt am See gelegen und überzeugte uns mit Zimmern mit Balkon und Seeblick. Am ersten Tag nutzten wir nach einer anstrengenden Zugfahrt die tolle Lage der Jugendherberge und das schöne Wetter und verbrachten den restlichen Nachmittag gemeinsam am See.

Am nächsten Morgen ging es direkt nach dem vielfältigen und leckeren Frühstück los zu unserer ersten Hospitation. Unsere erste Station war eine intensivpädagogische Kinder- und Jugendwohngruppe in Konstanz. Das Besondere an dieser Wohngruppe ist, dass hier Kinder zwischen 6 und 21 Jahren leben, die einen verlässlichen, therapeutisch wirkenden Lebensort auf Zeit benötigen, um sich psychisch und emotional zu stabilisieren. Der eindrucksvolle Vortrag und Rundgang über das Gelände haben uns einen interessanten Einblick in ein, für uns neues, pädagogisches Arbeitsgebiet vermittelt.

Nach der Mittagspause trafen wir uns im Jugendtreff Berchen, einer Stadtteileinrichtung der Offenen Jugendarbeit mit Jugendcafé, vielfältigen Sport-, Spiel- und Jugendfreizeitaktivitäten, geschlechtsspezifischen Angeboten sowie Angeboten im Bereich der Jugendberufsförderung. Auch hier bekamen wir eine Führung, wir konnten viele Fragen stellen und manche haben mit den jugendlichen Besuchern Tischkicker gespielt. Am Abend haben wir uns als Klasse unterhalb der Jugendherberge am Ufer des Bodensees getroffen, um gemeinsam in musikalischer Begleitung einer Gitarre und einer Ukulele den Abend singend ausklingen zu lassen. Am Mittwochvormittag stand unsere letzte Hospitation an: das Kinderkulturzentrum in Konstanz. Dort können Kinder zwischen 6 und 14 Jahren ihre Freizeit verbringen. Schwerpunkte sind Theater- Literatur- und Filmveranstaltungen sowie die Kreativwerkstatt.

In diesen drei Tagen haben wir auch Zeit zur freien Verfügung gehabt. Baden, entspannen am See, spazieren gehen und Eis essen waren sehr schöne Dinge, die wir erlebt haben. Es war sehr schade, dass die Zeit so schnell vorüberging.
Milena Roth und Alena Schweizer, Schülerinnen des UK 2

Kanufahren auf dem Neckar

Der Oberkurs war zum Kanufahren auf dem Neckar bei Oferdingen unterwegs.

Die Exkursion gehört zum Thema "Bewegungsangebote für Schulkinder und Jugendliche".

Birgit Reichart, Dozentin

Fachtag: Qualität in der Kindertagespflege

An unsere Fachschule trafen sich etwa 100 Tagesmütter und ein Tagesvater, der Tagesmütter e. V. Reutlingen und deren Fachberatungen zum Fachtag „Unsere Qualität in der Kindertagespflege“. In der Region Reutlingen arbeiten bereits viele ErzieherInnen als Tagesmütter, vor allem in den sogenannten Tiger-Gruppen – initiiert vom Tagesmütter e.V.

Neben der klassischen Kindertagespflege hat sich die Arbeit in Tiger-Gruppen, die mit zwei pädagogischen Fachkräften ausgestattet sind und etwas mehr Kinder aufnehmen, fest etabliert. Die Qualifizierung als Tagesmutter in Kombination mit der Erzieherinnenausbildung, wie bei uns angeboten, hilft mit, den Verbleib im Beruf als ausgebildete Erzieherin & Erzieher in der Familienphase sicherzustellen.

Beim Fachtag wurde deutlich, dass die Qualität der Kindertagespflege qualitativ hochwertig eingestuft werden kann, insbesondere wenn (wie in den Tiger-Gruppen) mit mehr pädagogischen Fachkräften als in der herkömmlichen Tagespflege gearbeitet wird. Dies zeigt eine Untersuchung der Professorengruppe um Dr. habil. Gabriele Haug-Schnabel zur Qualität in der Kindertagespflege.

Gabriele Beier, Direktorin

Schulstart 2017

Ein herzliches Willkommen an das neue Berufskolleg!

Erlebnisraum Natur

Die BK-Klassen erlebten das Unterrichtsthema "Natur als Erlebnisraum erfahren" ganz praktisch bei der Reutlinger Jungviehweide am Breitenbach. Dort konnten sie den Bach erforschen, haben Zeigerorganismen gesucht und bestimmt - und überlegt, wie Kinder sich am Bach beschäftigen würden: Staudämme bauen, Schiffchen aus Naturmaterial herstellen, Stämme schleppen und darüber balancieren, über und in den Bach springen … das hat Spaß gemacht!
Die SchülerInnen erleben und reflektieren eigene Naturerfahrungen und würdigen die Natur als schützenswerten Lebensraum. Ergänzend erfolgt ein handlungsfeldübergreifender Unterricht zum Thema Natur: Die Erfahrungen und Eindrücke am Bach werden im Deutschunterricht aufgearbeitet, die Schülerinnen und Schüler vertiefen draußen ihre Kenntnisse aus dem Werkunterricht mit Lehm und Ton, auch Elemente aus der Rhythmik werden berücksichtigt und die eigenen Naturerfahrungen werden weiter vertieft.

Theater-AG spielt: Neues Jahr, neues ... Leid!

Unsere Theater-AG hat ein Theaterstück einstudiert. Der Text wurde vor allem von Anika aus dem Unterkurs verfasst, das Stück haben wir gemeinsam entwickelt. Inspiriert wurden wir von Nick Hornby‘s „A long way down“. Vier Personen treffen sich am Altjahrsabend auf einem Hochhaus, weil sie alle vier vorhaben, ihrem Leben ein Ende zu setzen. So unverhofft zusammengeworfen,  beschließen sie erst mal, von diesem Plan Abstand zu nehmen und irgendwie mehr oder weniger gemeinsam weiterzumachen …
Ein Stück über das Scheitern, über das Frustriertsein und das Weitermachen, über Beziehungsarmut und Gemeinschaft... und natürlich über die Liebe!
Aufführung am 13. Juli um 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Besuch aus Ecuador

Die Reutlinger Fachschule kooperiert seit einigen Jahren mit der deutschen Schule plus Kindergarten in Cuenca/Ecuador. Unsere Absolventinnen und Absolventen können sich für das Berufspraktikum in Ecuador bewerben.

Im Frühjahr war die Leiterin des dortigen Kindergartens zu Besuch in Reutlingen. Sie hat unsere Fachschule kennengelernt, in einem Ausbildungs-Kindergarten hospitiert, war in der Grundschule, hat Unterrichtshospitationen und einige Gespräche mit unseren Dozentinnen, Dozenten und der Schülerschaft geführt.

Abgerundet wurde der Besuch mit einem Austausch mit Dr. Mayr, der vor einigen Jahren den Kindergarten in Cuenca reformiert hat und dort ein eigenes Konzept entwickelt hat. Am Austausch nahm auch Dr. Pudzich, Schulleiter der katholischen Fachschule Hegne teil, der ebenfalls mit Ecuador kooperiert.

Die Fotos zeigen Erinnerungen an den Besuch, eine Unterrichtshospitation im Bereich Spielpädagogik im Unterkurs sowie Einblicke in den Informationsnachmittag zum Berufspraktikum in Ecuador mit interessierten Schülerinnen, Eltern und DozentInnen.

Interview mit Ausbildungsbotschafter Joshua Glöser

Was ist die Aufgabe eines Ausbildungsbotschafters?
Bei Messen oder Schulbesuchen stelle ich die Erzieherausbildung vor und erzähle, wie der Ablauf ist, was wir im Unterricht machen, welche Wahlmöglichkeiten man hat und so weiter.

Wie sind Sie Ausbildungsbotschafter geworden?
Ich habe mich im Berufskolleg dafür gemeldet und eine Schulung bei der IHK gemacht. Viele Inhalte kannte ich schon – ein Thema präsentieren und vor einer Gruppe reden, lernen wir schließlich bereits während der Ausbildung. Aber es war klasse, Auszubildende aus anderen Bereichen kennenzulernen.

Was macht mehr Spaß: ein Infostand bei der Messe oder ein Besuch in der Realschule?
Meistens ist das Interesse bei einer Messe größer, weil die Besucher freiwillig kommen und sich extra unseren Stand ausgesucht haben. In der Schule macht es manchmal Mühe, die Schüler zu begeistern, man muss sie regelrecht „einfangen“.

Wie gelingt Ihnen das?
Wenn einzelne Schüler unaufmerksam sind, spreche ich sie direkt an. Oder ich hole mir Hilfe vom Klassenlehrer. Oft bekomme ich die Aufmerksamkeit zurück, wenn ich von mir erzähle, also warum der Erzieherberuf gerade auch für Männer interessant ist.

Liegt Ihnen das Männerthema am Herzen?
Ja, das finde ich wichtig. Ich habe mir vorgenommen, als Ausbildungsbotschafter speziell Jungs anzusprechen und für den Beruf zu werben. Leider gibt es noch keine konkrete Bewerbung aufgrund eines Gesprächs mit mir, aber wer weiß …

Ganz persönlich: Warum sind Sie Erzieher geworden?
Mit Kindern zu arbeiten macht mir mehr Spaß, als in einem Büro zu sitzen. Auch wenn das Einstiegsgehalt von rund 2.700 Euro brutto gerne etwas mehr sein könnte: Geld allein macht nicht glücklich. Lachende Kinderaugen schon.

Apfelernte: 450 Liter eigener Apfelsaft

Anfang Oktober waren 50 Schülerinnen und Schüler auf den Streuobstwiesen in Rappertshofen unterwegs, um Äpfel aufzulesen für einen schuleigenen Apfelsaft. Eine Stunde lang hat es gedauert, bis die Ernte eingefahren war: 700 Kilogramm Äpfel konnten die fleißigen Erntehelfer bei der Bruderhaus Diakonie zum Pressen abliefern. Als Ergebnis liegen jetzt 450 Liter Apfelsaft im Keller, verpackt als Bag in Box.

Die Apfelaktion fand im Rahmen der Landkreis-Kampagne „No nix verkomma lasse“ statt. „Das Landratsamt hat dankenswerterweise Geld für das Pressen beigesteuert“, freut sich Hanna Zipperer, Hauswirtschaftsleiterin an der Evangelischen Fachschule und Initiatorin der Aktion. „Es ist uns wichtig, dass die zukünftigen Erzieherinnen und Erzieher den Blick für die Urproduktion behalten, eigene Erfahrungen der Selbstwirksamkeit machen und auf dieser Grundlage Bildungsprozesse in der Arbeit mit den Kindern besser umsetzen können.“ Und außerdem wird nun der tägliche Sprudel beim Mittagessen mit eigenem Apfelsaft ergänzt – eine willkommene Abwechslung!

Besuch aus Jordanien

Die Südwestpresse berichtet in ihrem Online-Portal:
http://www.swp.de/reutlingen/lokales/reutlingen/Spannender-Austausch;art5674,3477174

"We have no rain in Jordanien – it`s amazing!“

24 Pädagogen/innen und Flüchtlingshelfer/innen aus Jordanien, besuchten Anfang Oktober die Evangelische Fachschule für Sozialpädagogik in Reutlingen, um sich über das Schulsystem, über Inhalte und Struktur der Erzieher-Ausbildung in Deutschland zu informieren.

Die Gäste aus Jordanien, die an einem Projekt zur gewaltfreien Erziehung teilnehmen, das die Berghof Foundation in Jordanien organisiert, sind zur Zeit zum Erfahrungsaustausch in Tübingen und haben in diesem Zusammenhang auch einen Besuch an unserer Fachschule gemacht. Wir kooperieren seit einigen Jahren mit der Berghof Foundation zu Themen der Friedenserziehung. In Kooperation mit der Berghof Foundation ist unter anderem auch das friedenspädagogische Profil der vier evangelischen Fachschulen des Vereins Evang. Ausbildungsstätten entstanden.

Die Besucher aus Jordanien wurden im Speisesaal von Direktorin Gabriele Beier begrüßt. Gemeinsam mit der Schülerschaft wurde im Speisesaal der Fachschule zu Mittag gegessen: Rindergulasch, Pilzragout, Spätzle, Salat und Quarkspeise mit Beeren zum Nachtisch waren ein willkommener, wohlschmeckender Einstieg in den gemeinsamen Nachmittag.

Im Anschluss an das Mittagessen hospitierten die Besucher/innen in vier Kleingruppen im Nachmittagsunterricht verschiedener Klassen. Dabei erhielten sie Einblicke in gestalterische, musikalisch-rhythmische und theoretische Unterrichtsinhalte. Nach einer kurzen Führung durch das Schulgebäude erläuterte die Schulleiterin in einer gemeinsamen Gesprächsrunde die Ausbildungsstruktur und gab einen Überblick zu wesentlichen Inhalten der Ausbildung.

In der Austauschrunde, an der neben Lehrer/innen aus dem Kollegium der Fachschule auch ein Schüler und eine Schülerin teilnahmen, wurde seitens der Besucher sehr interessiert nach Gründen für die Berufswahl gefragt – vor allem die des anwesenden Schülers. Auch Aspekte zum Thema Inklusion und deren Umsetzung in Einrichtungen und /Schulen in Deutschland war eine Thematik, die nachgefragt wurde.

Fazit des Nachmittags war, dass der Austausch beiderseits erlebnisreich und spannend war und ein großes Interesse an einer jordanisch-deutschen Kooperation eine wünschenswerte Perspektive wäre.

Neben den vielfältigen – alle Sinne ansprechenden Eindrücken - nahmen die Gäste last but not least auch noch voller Begeisterung das „Gespür für Regen“ mit, denn als sie auf den Bus warteten, mit dem sie wieder abgeholt werden sollten, standen alle vor der Tür im Regen. "We have no rain in Jordanien – it`s amazing!“

Monika Bernhardt
Stellvertretende Schulleiterin